Linuxserver reagiert nicht mehr (z.B. VServer)
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Linuxserver reagiert nicht mehr (z.B. VServer)

Einige unserer Kunden setzen aus Kostengründen VServer (virtuelle Server) für Ihre Mail-/Webserver ein. Solche Maschinen kann man heutzutage für wenig Geld bei fast jedem Provider mieten. Meist laufen diese Systeme unter Linux. Da Linux nicht nur ausgesprochen stabil sondern auch fehlerfrei ist gewöhnen sich die Kunden sehr rasch daran, dass die Maschinen laufen und laufen und laufen….

Immer wieder tritt folgende Situation ein: Die Maschine läuft nicht mehr. 🙂 In aller Regel stellen die Kunden fest, dass Ihre Webseiten und oder Mailadressen nicht mehr funktionieren. Die häufigste Ursache nach unserer Ticketdatenbank ist schlicht und ergreifend eine „vollgelaufene“ Festplatte – nein, nicht was sie denken – auf der Festplatte ist kein freier Speicherplatz mehr vorhanden.

Nun, wie stellt man das fest? Denn, wenn dieser Fall eintritt versagen meist auch die üblichen Verwaltungsoberflächen. Da hilft nur noch anmelden per SSH (Consolenzugriff) als root.

Mittelt ‚df -h‘ lässt sich schauen ob die Platte voll ist. Das ganze sieht dann in etwa so aus:

Dateisystem          Größe Benut    Verf  Ben% Eingehängt auf
/dev/sda1               117G   35G       77G    31%    /

(im obigen Beispiel ist noch ausreichend Platz vorhanden)
Nun ist die Diagnose einer vollen Festplatte nur die halbe Miete. Nun kommt es im nächsten Schritt darauf an fest zu stellen wo denn die meisten Daten liegen. Dies ermittelt man am einfachsten von der obersten Verzeichnisebene per

‚du -sk .[A-z]* *|sort -n‘

(je nach Verzeichnismenge/Daten- kann diese Auswertung relativ lange dauern. Das ganze wird dann in etwa so aussehen:

0       cdrom
0       initrd.img
0       sys

….

533034  proc
795620  usr
932964  opt
33578656        var

In diesem Fall ist /var das Verzeichnis welches am vollsten ist. Mittels ‚cd /var‘ kann nun in das Verzeichnis gewechselt werden um dort wieder den o.a. Befehlt zu starten. Nun wird man wieder als letztes das Verzeichnis finden, indem die meisten Daten liegen. Findet man keine Unterverzeichnisse mehr, kann man sich mittels ‚ls -lh‘ einen Überblick über die in dem jeweiligen Verzeichnis befindlichen Dateien und deren Größe verschaffen. Auf diese Art und Weise findet man recht schnell das Verzeichnis in dem sich das löschen von Dateien wirklich lohnt um die Maschine zu reanimieren.

Kleiner Tip am Rande, wenn Sie keinen Speicher mehr frei haben, als erstes einen Blick in /var/log und mal schauen ob es nicht zuviele und alte Logfiles gibt.

Bei Fragen, fragen, wir sind immer für sie da.

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Brandheiß

REDLINER hatte heute früh ein kleines technisches Problem, welches inzwischen behoben ist.
h J R
@irrsinn_de

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